Die Deutschen und ihre KücheDie Deutschen und ihre Küche von: Wolfram Siebeck Wolfram Siebeck

 

 : Die Deutschen und ihre Küche
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783871345838
ISBN: 3871345830
Label: Rowohlt Berlin
Sprachen: DeutschUnbekanntDeutschOriginalDeutschPublished
Hersteller: Rowohlt Berlin
Anzahl Seiten: 256
Erscheinungsdatum: September 21, 2007
Herausgeber: Rowohlt Berlin
Studio: Rowohlt Berlin




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Produktbeschreibung:

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Die deutsche Küche ist besser als ihr Ruf. Die Begründung liefert der wohl bekannteste Feinschmecker des Landes in seinem neuen Buch. Er sagt: "Am Anfang war die pure Sättigung - heute wird vielerorts die Kochkunst gefeiert." Doch es war ein mühevoller Weg vom Getreidebrei der Germanen, Hirsebrei und Kohl im Mittelalter, von Kraut, Rüben, Kartoffeln in der Folgezeit oder Ersatzstoffen in den Kriegen bis zur Haute Cuisine. Essen war nicht nur in Deutschland immer ein Abbild der gesellschaftlichen Verhältnisse. Wer arm war, aß, was er bezahlen oder von seinem Feld holen konnte. Zu kulinarischen Höhenflügen setzten auch die Regierenden und Betuchten nicht an. Hier machte es die Masse, runter gespült mit Bier und Wein.

Es macht Spaß, Siebeck zu lesen. Er schreibt wissend, ironisch und setzt Maßstäbe. Mit gutem Recht. Denn er hat mit einigen Kollegen in großen Zeitungen, Illustrierten und Magazinen engagiert in Deutschland dafür gesorgt, dass sich Augen und Geschmack geöffnet haben für leichte, internationale und vor allem für bodenständige Küche. Regionale Unterschiede gibt es zum Glück nach wie vor. Denn der Norden isst anders als der Westen und der Süden. Dem Osten (Pommern, Schlesien, Brandenburg) ging es wirtschaftlich immer schlechter. Und der Aufschwung nach dem 2. Weltkrieg erreichte in Gastronomie und Küche zwar die Bundesrepublik, aber nicht annähernd die DDR. Der Autor ist amüsanter Begleiter durch die Jahrhunderte, macht aber daraus zum Glück keine wissenschaftliche Kulturgeschichte des Kochens und Essens. Mit leichter Hand streut er Anekdoten, Rezepte und zeitgenössische Illustrationen in seine freundlich-kritischen Betrachtungen. Nach den Jahren der Entbehrung kehrten in der Zeit des Wirtschaftswunders alle Bekannten - wie er sie nennt - wieder zurück: Speckkartoffeln und Buttercremetorte, Sauerbraten und Schweinekotelett und auch der süße, fettreiche Kalte Hund, ohne den kein Kindergeburtstag lief. Die Lust, anderes zu probieren, kam mit den ersten Urlaubsreisen nach Italien und mit den Einflüssen der französischen Küche auf deutsche Profi-Köche. Genannt werden muss vor allem Eckart Witzigmann. Vom "Tantris" in München-Schwabing nahm 1972 "das deutsche Küchenwunder seinen Ausgang". Der Bauherr und Betreiber der noblen Gastwirtschaft, Fritz Eichbauer, hatte für das notwendige finanzielle Polster gesorgt. Das Konzept für alle, die Witzigmann folgten, war klar: nur frische, erstklassige Produkte, kleine Portionen, schlanke Soßen.

50 Rezepte hat Siebeck als Erinnerung an die Geschichte und als Reverenz an heutige Geschmäcker ausgewählt: Königsberger Klopse und Gaisburger Marsch, Himmel und Erde, Schlesisches Himmelreich, Sauerbraten natürlich und zur Erheiterung ein Mahl der deutschen Ordensritter, den gepreßten Schweinskopf. "Ein ziemlich umständliches Verfahren für ein ziemlich schlichtes Ergebnis", wie der Autor anmerkt. Anerkennende Worte findet er für die weltläufige österreichische Gastronomie, der neumodischen Molekularküche kann er jedoch nichts abgewinnen. Sie ist "ein geschichtsloses Design ohne Spuren einer erkennbaren Sinnlichkeit". Recht hat er. -- Hans Jürgensen, Literaturtest



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